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Rückblick in die Geschichte der DWE

Im Jahre 1894 wurde die private Nebenbahn zwischen Dessau, Oranienbaum und Wörlitz in Betrieb genommen. Durch den Bau der 18,7 km langen Strecke verbesserte sich die wirtschaftliche Anbindung des Wörlitzer Winkels und der Parkstädte Oranienbaum und Wörlitz an die Residenzstadt Dessau deutlich.
 
Muldebrücke im Jahr 1965In den 20er Jahren erfolgte im Bahnhof Oranienbaum eine Anbindung an die Zschornewitzer Kleinbahn. Nach dem Bau des Kraftwerks Vockerode nutzte man Teile dieser Bahnstrecke für den Kohletransport. Die größte Verkehrsbedeutung hatte die Wörlitzer Eisenbahn in den 30er bis 50er Jahren. Wegen der Verlagerung des Nahverkehrs auf Busse wurde der Personenverkehr 1968 zunächst eingestellt. Gleichwohl wurde die Strecke weiterhin für den Güterverkehr genutzt.
Auf Drängen von Dessauer Eisenbahnfreunden und der Anliegerkommunen nahm man ab 1982 den saisonalen Personenverkehr wieder auf. Nach 1990 erfolgte die Einstellung des Güterverkehrs.
Auf Grund des schlechten technischen Zustands der Gleisanlagen und der großen Muldebrücken, wurde seitens der DB Anfang der 90er Jahre offen über Stilllegung der Strecke diskutiert.
 
Muldebrücke vor Instandsetzung (1995)Dies veranlasste im Dezember 1993 engagierte Eisenbahnfreunde und die drei anliegenden Städte Dessau, Oranienbaum und Wörlitz den "Verein zur Förderung der Dessau - Wörlitzer Museumsbahn e.V." zu gründen. Sein wichtigstes Ziel war und ist der Erhalt der Strecke und ihre Instandsetzung, sowie die Sicherstellung des saisonalen Personenverkehrs.
Der Verein entwickelte durch Studien und Gutachten das Sanierungskonzept zur Ertüchtigung der Bahnstrecke im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen und leistete so die entscheidenden Vorarbeiten für die Sanierung der Strecke in den Jahren 1999 und 2000.
 
Muldebrücke nach Instandsetzung (2002)In diesem Zeitraum gelang es unter großen Krafteinsatz und unter Federführung der Stadt Dessau, die Bahnstrecke grundlegend zu sanieren. Eine kostenfreie Übertragung der Bahnstrecke gemäß § 213 Eisenbahnneuordnungsgesetz von der DB AG an die Stadt Dessau war eine weitere wesentliche Vorraussetzung. Seit Sommer 2001 führt die vom Verein gegründete "Anhaltische Bahn Gesellschaft mbH" als zugelassenes Eisenbahnverkehrsunternehmen den Verkehr im Auftrag der "Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft mbH" (eines Eigenbetriebs der Stadt Dessau) durch.
 
Der Verein selbst gab sich auf seiner Jahresmitgliederversammlung 2002 den neuen Namen "Dessau - Wörlitzer Eisenbahn e.V."
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Februar 2009 um 15:48 Uhr